| Informationsveranstaltung
am 27.April 2000 |
Informationen
über mittelfristige Siedlungs-, Landschafts- und Verkehrsplanung
für Dettenheim, war das Thema einer Veranstaltung der Freien
Wähler Dettenheim am 27.April. Umfangreiches Anschauungsmaterial,
wie Karten und Pläne über die einzelnen Vorhaben, machten
dann auch die zahlreich erschienen Gäste neugierig auf den
Abend.
Der 1. Vorsitzende, Dr. Rainer Oberacker, stieg nach der Begrüßung
gleich in die Thematik des Abends ein und erläuterte, anhand
von aufgelegten Folien, zunächst Grundsätzliches zur Fortschreibung
des Regionalplanes der Region Mittlerer Oberrhein. Danach
ist Dettenheim kein "Zentraler Ort" der auch nicht an einer
"Entwicklungsachse" liegt, was zur Folge hat, dass die Beschränkungen
für die Gemeinde groß sind. Lediglich das "verfassungsmäßige
Recht auf Eigenentwicklung" bleibt unangetastet. Die Aussichten
eine Umgehungsstraße oder die Anbindung an die Straßenbahnlinie
zu erhalten, sind aus diesem Grunde sehr gering. Der Vorteil
der nicht zentralen Orte liegt in der geringen Mindesteinwohnerdichte
für die Flächenbedarfsrechnung. Der Gemeinderat hat in seiner
Sitzung vom 21.3. 00 eine Stellungnahme verabschiedet, in
der Änderungswünsche formuliert wurden. Die Folie dazu bildete
den Abschluss des ersten Teils der Ausführungen von Dr. Oberacker. |
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Gemeinderat
Gunter Bolz erläuterte anschließend den Stand und die weiteren
Arbeiten an der Querspange L602-B36 und Anbindung Gewerbegebiet
Hambiegel. Dabei wies er auf die Bemühungen der Verwaltung
hin, dass diese Baumaßnahmen zu 80% durch das Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungsgesetz
getragen werden. Dem Rechnungsamt und Bürgermeister a.D. Armin
Göbelbecker ist dieser Zuschuss zu verdanken. Allerdings muss
die Gemeinde zunächst in Vorlage treten und ca. 1,5 Millionen
DM werden für Dettenheim als Anteil verbleiben.
Ortschaftsratsvorsitzender Manfred Werner informierte im Folgenden
über Vor- und Nachteile von Ausbau oder Neubau der L602 zwischen
Rußheim und Huttenheim. Die Freien Wähler Dettenheim favorisieren
einen Ausbau, da der Neubau dieser Strecke in nicht zumutbarer
Weise den Durchgangsverkehr erhöhen würde. Die in diesem Zusammenhang
oft erwähnte Umgehung Dettenheims ist, bei realistischer Sicht
der Dinge, Utopie. Gerade die Vergangenheit hat gezeigt, dass
knappe Geldmittel solche Planungen in ferne Zukunft rücken
lassen. Auch die Eingriffe in die Natur sind bei der Neubauvariante
weitaus größer. Von Zuhörern wurde die Frage aufgeworfen,
warum gerade von Fraktionen, die noch vor nicht all zu langer
Zeit vehement gegen eine Westumgehung Grabens waren, diese
jetzt, bei Befürwortung der Neubautrasse, ohne Zwang auf die
Gemarkung holen wollen. Die unterschiedlichen Positionen bei
diesem Vorhaben bergen noch viel Sprengstoff.
Dr. Oberacker forderte im letzten Teil der Ausführungen, dass
die verschiedenen Entwürfe der Siedlungs-entwicklung, stärker
als bisher, unter Bürgerbeteiligung diskutiert werden. Außerdem
wies er darauf hin, dass es wünschenswert ist, den vorliegenden
Biotopvernetzungs-plan mit planmäßigem Vorgehen um zu setzen
und sich nicht in konfusen Einzelmaßnahmen zu verzetteln.
Er wies in diesem Zusammenhang auf einen Antrag der FW-Gemeinderatsfraktion
an den Bürgermeister hin. Die Vorgehensweise bei der geplanten
Beleuchtung des Radwegs zwischen Rußheim und Liedolsheim war
auch Anlass verschiedener Unmutsäußerungen. Die, teilweise
in Frage gestellte, Verbesserung der Sicherheit für Radfahrer
ist dann an anderen Stellen, innerhalb des Ortes, auch einzufordern.
Der Naturschutz wird, sollte dieses 120000 DM-Projekt realisiert
werden, mit Füßen getreten.
Mit den am Wochenende vom Ministerium für den Ländlichen Raum
veröffentlichten FFH- Schutzgebiets-vorschlägen, die erhebliche
Anteile der Dettenheimer Gemarkung betreffen und die eigene
Planungshoheit weiter einschränken, sieht die FWV- Fraktion
ihre Position in der L602- Variantendiskussion weiter bestätigt.
Tagesordnung des Abends |
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| Infoheft
zur Veranstaltung am 27.04.2000 im pdf - Format: fwv
- info - aktuell April 2000 |
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| Die
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