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Skating- und Basketballplatz:
- was ist ein "schlüssiges Konzept"?
Die Errichtung eines Skating- und Basketballplatzes
beschäftigt den Gemeinderat tatsächlich schon eine zu
lange Zeit, ohne dass ein Baubeginn bisher absehbar wäre.
Insofern hat die SPD mit ihrem Beitrag im letzten Amtsblatt recht,
in dem sie dieses Thema aufgreift. Der Anschein, dass der von
der SPD favorisierte Standplatz am Hopfenweg aber ein schlüssiges
Konzept darstellt und die Diskussion über alternative Lösungen
reine Zeitverschwendung ist, sollte aber nicht entstehen. Da die
Freien Wähler die Diskussion über Alternativen ausgelöst
haben, möchten wir diese hier einmal vorstellen und begründen:
Der Kauf der ersten Skaterrampen erfolgte im Jahr 1998 für
den Ortsteil Rußheim und 1999 für den Ortsteil Liedolsheim.
Im Ortsteil Rußheim fand man bei der Pfinzhalle einen gut
geeigneten Platz, der von den Jugendlichen angenommen und von
der Bevölkerung akzeptiert wurde. Im Ortsteil Liedolsheim
wählte man mit dem Platz bei der Festhalle einen denkbar
ungeeigneten Standort. Die Rampe war nach der Aufstellung kaum
vernünftig zu befahren. Sie wurde darauf hin ein Stück
versetzt, wodurch sich die Situation aber kaum verbesserte. Diese
Lösung wurde aber damals schon als vorläufig angesehen
und die Suche nach einem neuen Standort begann. Im Haushalt des
Jahres 2000 waren bereits 40.000,-- DM für diesen Platz eingestellt.
Durch Anfragen von Jugendlichen aus dem Ortsteil Rußheim,
die ihre Rampe ja reichlich testen konnten, wurde aber sehr schnell
deutlich, dass die vor-handenen Rampen zu klein und kaum attraktiv
für die Skater waren. Fazit: In bei-den Ortsteilen war man
"zu kurz gesprungen".
Trotz der angespannten Haushaltslage entschloss sich dann der
Gemeinderat, für Skating- und Basketballanlagen über
180.000,-- DM in den Haushalt 2001 einzustellen. Diese Summe wurde
von allen Fraktionen mitgetragen. Die Freien Wähler haben
aber bereits in den Haushaltsberatungen darauf gedrängt,
dass man die Investitionen nicht wieder auf die Ortsteile zersplittern,
sondern in einen zentralen Platz investieren sollte. Nachfragen
bei jugendlichen Nutzern der Skatinganlagen haben auch die Skeptiker
in unserer Fraktion überzeugt. Eine "große"
Lösung war den meisten Jugendlichen lieber, auch wenn dafür
ein längerer Weg zurückzulegen ist. Wir haben dann konkret
als Standplatz das Gelände neben dem Penny-Markt vorgeschlagen
und gebeten, die Machbarkeit baldmöglichst zu prüfen.
Dieser Vorschlag war vielleicht zunächst etwas überraschend
und außerhalb einiger üblicher Denkmuster. Möglicherweise
hat es deshalb etwas gedauert, bis er auch in anderen Fraktionen
zur Kenntnis genommen wurde. Es wäre aber schade, wenn wir
bei der zur Verfügung stehenden Summe diese einmalige Chance
zur Errichtung einer attraktiven ortsteilübergreifenden Einrichtung
nicht nutzen oder zumindest prüfen würden. Und was die
Transparenz angeht: Unser Vorschlag, die Eltern und Jugendlichen
zur Mitgestaltung und Mitarbeit bei dem Projekt aufzufordern,
war nicht als Scherz aufzufassen. Wir werden dies tun, sobald
eine Aussage über die Machbarkeit bzw. die Hürden für
die angedachten Standorte vorliegt.
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