| Nachlese zum Informationsabend
der Freien Wähler |
Interessiert und recht diskussionsfreudig gaben sich die
Besucher des "Kommunalpolitischen Informationsabends",
den die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler am Donnerstag
letzter Woche im Saal des Hee Lam Mun (Alte Brauerei) in Ortsteil
Liedolsheim veranstaltete.
Der Fraktionsvorsitzende Dr. Rainer Oberacker stellte zunächst
die Ergebnisse vor, die der kommunale Arbeitskreis "LIFE-Natur-Antrag"
in den letzten Monaten erarbeitet hat. Bei diesem Antrag geht
es um Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Oberrheinauen,
für die evtl. Gelder bei der EU zu erhalten sind. Die
Prioritätensetzung dieses Arbeitskreises fand bei den
Teilnehmern die volle Zustimmung. Begrüßt wurde,
dass die Antragsvorbereitung nun endlich wieder Bewegung in
das Thema Rheinvorland/Mehlfurt bringt. Es bleibt zu hoffen,
dass die noch ausstehenden Planungsergebnisse der Gewässerdirektion
tatsächlich Mög-lichkeiten aufzeigen, um die bei
jedem Hochwasser auftretenden Geländeabspülungen
zu verhindern, die Druckwassersituation in Alt-Dettenheim
zu verbessern und die Zufahrt zum Rhein dauerhaft sichern
zu können. Auch die an zweiter Stelle vorgeschlagenen
Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität im
Königsee wurden als sehr wichtig kommentiert. Für
den Gemeinderat bleibt jetzt abzuwarten, ob es gelingt, ein
sinnvolles und aus der Sicht der Gemeindefinanzen realisierbares
Antragsbündel zu schnüren.
Ortsvorsteher Manfred Werner erläuterte dann in seinen
Ausführungen die Vorge-schichte des Antrags im Landessanierungsprogramm
für den Ortsteil Rußheim, der kürzlich genehmigt
wurde. Auch hier liegt die eigentliche Arbeit des Gemeinderats
noch vor uns mit Auswahl des Planers, Gebietsabgrenzung, Diskussion
über die Förderkriterien für die privaten Grundstückseigentümer
usw. Das Programm sieht vor, mit Mitteln der Gemeinde und
des Landes einen Investitionsanreiz für private Vorhaben
zu schaffen, gestützt durch Infrastrukturmaßnahmen
der Gemeinde. Die Antragstellung war für die Freien Wähler
ein Anliegen mit hoher Priorität, wobei betont wurde,
dass innerhalb der Laufzeit von ca. acht Jahren auch im Ortskern
von Liedolsheim die dringend notwendige Maßnahmen nicht
unterbleiben dürfen.
Eine dieser Maßnahmen ist die Umgestaltung der Einfahrt
in die Dettenhei-merstraße, die Rainer Oberacker als
wichtigsten Punkt der vom Büro Köhler und Leutwein
untersuchten Verbesserungsmaßnahmen der Ortsdurchfahrten
bezeichnete. Inzwischen sind wohl alle Gemeinderats-fraktionen
der gleichen Meinung. Die Idee geht auf einen Maßnahmen-vorschlag
für den Haushalt 2001 zurück, den die Freien Wähler
im Oktober 2000 einbrachten. Ein weiterer Antrag vom Oktober
2001 unserer Fraktion war erforderlich, um die Sperrung für
den Schwerverkehr und eine Tempo-30-Begrenzung zu erreichen
und Sympathien für bauliche Verkehrs-beruhigungsmaßnahmen
zu erwecken. Dabei geht es nicht allein um die Dettenheimerstraße.
Die Umgestaltung der Straßeneinfahrt am Lindenbäumchen
wird zweifellos den zentralen Bereich der Hauptstraße
aufwerten. Sie ist damit ein wichtiger Beitrag zum Erhalt
der umliegenden Einzelhandelsgeschäfte und Gaststätten.
Unter den weiteren Maßnahmen der Studie wird man angesichts
der sich verschärfenden Finanzsituation nur wenige näher
ins Auge fassen können. Dass man vor diesem Hintergrund
Gedanken an eine erneute Umgestaltung der Friedhofstraße
verschwendet um letztendlich hier auch während der Kindergartenöffnungszeiten
wieder Durchfahrtsverkehr zu ermöglichen, ist für
die Freien Wähler nicht nachvollziehbar.
Nach weiteren Ausführungen zum Stand beim Flächennutzungsplan
und dem Polder Rheinschanzinsel ergab sich noch eine rege
Diskussion zu vielen kleineren und größeren Fragen
der Dettenheimer Kommunalpolitik.
Die Freien Wähler- Gemeinderäte bedanken sich an
dieser Stelle bei den Teilnehmern für diese Diskussion
und die Anregungen, die für unsere Entscheidungsfindung
wichtig sind.
Alle die nicht da waren haben Gelegenheit, uns beim nächsten
"Kommunalpolitischen Frühschoppen" Ihre Meinung
zu sagen, der noch vor der Sommerpause in Rußheim stattfinden
wird. |
|