Wir haben klare Ziele
– an denen können Sie uns messen.
Die ungünstige Haushaltssituation wird bei zunehmenden Umfang der Pflichtaufgaben der Gemeinden weiter anhalten. Wenn wir uns einen Gestaltungsspielraum erhalten wollen, muss das Kostenbewusstsein in den Gremien deutlich steigen. 2004 kann sicher kein Jahr von großen Wahlversprechen sein.

Ziele für Dettenheim

Haushaltskonsolidierung
· Die Ausgaben müssen sich am Machbaren orientieren, nicht am Wünschenswerten.
· Vor dem Einstieg in neue Projekte sind belastbare Kosten-Nutzen-Analysen vorzulegen.
· Bei den Investitionen müssen Prioritäten gesetzt werden. Vorrang hat das, was den größten Nutzen für die Bürger bringt.
· Ausweitung von Freiwilligkeitsleistungen bedürfen eines Vor-schlags für die Gegenfinanzierung.

Verkehrsanbindung von Dettenheim
Mit der Querspange L602-B36 hat sich die Straßenanbindung deutlich verbessert, die Verkehrsbelastung der Ortsdurchfahrten hat sich ent-sprechend der Voraussagen erhöht. Neue Straßenbauprojekte bergen nun das Risiko, die Belastung über Jahre oder Jahrzehnte hinweg noch extrem auszuweiten. Deshalb die Forderung nach:
· Realistischer Einschätzung der Möglichkeit von Ortsumgehungen.
· Verhandlungen mit Nachbargemeinden, soweit diese von „Wunschtrassen“ betroffen sind. Nur so kann man zu einer realis-tischen Sichtweise kommen.
Teil-Lösungen, die einzelne Ortsteile deutlich stärker belasen, lehnen wir ab!
Verbesserungen im ÖPNV schaffen wir nur zusammen mit dem Land-kreis, der Kosten- und Aufgabenträger ist und dem KVV. Deshalb:
· Erfolg der Bus-Probeverbindung zum Bahnhof Graben-Neudorf durch Werbung fördern.
· Bedingungen für die Übernahme klären als Entscheidungsgrund-lage für das weitere Vorgehen.

Attraktivität der Ortskerne erhöhen
Mit der eingeleiteten Ortskernsanierung Rußheim und der Aufnahme von Liedolsheim in das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Landes sind die Weichen für die nächsten Jahre gut gestellt
· Die Aufwertung der Ortskerne gehört bei uns zu den Prioritäten der Investitionsmaßnahmen.
· Bei Baugesuchen die Investitionsbereitschaft fördern, dabei aber den Nachbarschaftsschutz wahren und städtebauliche Fehlent-wicklungen vermeiden.
· Mit Sanierungsmitteln müssen soweit als möglich private Interes-senten unterstützt werden. Die kommunalen Maßnahmen sollten sich auf das Erforderliche beschränken.
· Mit den Erfahrungen aus Rußheim frühzeitig in Vorbereitungen für eine Ortskernsanierung in Liedolsheim eintreten.
· Vorhandene und neue Einkaufsmöglichkeiten fördern.

Ausweisung und Entwicklung von Neubaugebieten
· Behutsame und bedarfsgerechte Ausweisung von Neubaugebie-ten, orientiert am Eigenbedarf aus der Gemeinde.

Gewerbeförderung
· Mit Gewerbeflächen einheimischen Betrieben und Existenzgrün-dern Entwicklungsmöglichkeiten schaffen.
· Externe Betriebe anwerben, wenn Arbeitsplätze und Gewerbe-steueraufkommen dies rechtfertigen.
· Kein „Flächendumping“ in Konkurrenz mit anderen Gemeinden sondern interkommunale Zusammenarbeit.

Verwaltung und Bürger
· Mit der Einführung des Bürgerbüros erwarten wir eine Verbesse-rung des Serviceangebots für unsere Bürger.
· Motivation und Einstellung zum Umgang mit dem Bürger sind für uns wichtige Kriterien bei der Personalauswahl für die Verwaltung.

Schulen und Kindergärten
Der Rückgang der Kinderzahlen stellt hier Kommunen, Schulen und Trä-ger in den nächsten Jahren vor Probleme, eröffnet aber auch neue Mög-lichkeiten. Wir sind für:
· Eine vorausschauende zukunftsfähige Steuerung der Entwicklung anhand baldmöglichst zu erstellender Bedarfsplanungen.
· Eine an den finanziellen Möglichkeiten sowie an den Familien ori-entierte Angebotsausweitung im Kindergartenbereich, z. B. ver-längerte Öffnungszeiten.
· Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kindergartenträ-gern und die Förderung der Kooperation zwischen den Trägerein-richtungen.

Jugend und Senioren
· Bei der Jugendförderung setzen wir in erster Linie auf die Ju-gendarbeit unserer Vereine und Schulen, die vorrangig gefördert werden sollte.
· Wie in den letzten Jahren wollen wir uns – im Rahmen unserer fi-nanziellen Möglichkeiten - für die Verbesserung von Freizeitein-richtungen für Kinder und Jugendliche einsetzen.
· Alten- und Pflegeheime sind nur zusammen mit starken überörtli-chen Trägern möglich. Angebote zum betreuten Wohnen vor Ort sollten in Zusammenarbeit mit diesen Trägern entwickelt werden.

Hochwasserschutz
· Die Maßnahmen zur Wiederherstellung des Schutzes gegen ein großes Hochwasser (200-jährliches Ereigneis) werden von uns unterstützt.
· Die Standsicherheit der Rheindämme ist vorrangig. Forderungen aus ökologischer Sicht oder von Seiten der Kiesgewinnung haben sich dieser unterzuordnen.

Landwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz
Unsere Gemeinde ist weit überdurchschnittlich von FFH-Gebietsausweisungen betroffen. Wir setzen uns dafür ein, dass:
· Angemessene Möglichkeiten zur Eigenentwicklung nicht beschnit-ten werden.
· Unsere Kulturlandschaft und wirtschaftlich vernünftige Rahmen-bedingungen für die angestammten Landwirtschaftsbetriebe er-halten bleiben.
· Möglichst rasch verbindliche Aussagen zu Nutzungsmöglichkeiten und –einschränkungen gemacht werden.
· Nutzungseinschränkungen angemessen ausgeglichen werden, sowohl für Privateigentümer, als auch für die Gemeinde.
· Einem "Naturtourismus" skeptisch gegenüber getreten wird.

Informieren Sie sich, diskutieren Sie mit uns und treffen Sie Ihre Entscheidung.
Wir handeln in Ihrem Auftrag. Gehen Sie auch deshalb zur Wahl und schenken Sie Ihr Vertrauen den Kandidatinnen und Kandidaten der Freien Wähler Dettenheim.