Austritt aus dem Bundesverband:
Freie Wähler in Baden-Württemberg stehen zu ihrem
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| Der Landesverband der Freien Wähler Baden-Württemberg
ist aus dem Bundesverband der Freien Wähler ausgetreten.
Einem Verband, der seine Existenz im Wesentlichen den Freien
Wählern aus Baden-Württemberg verdankt, wo diese
44% aller Gemeinderatssitze stellen. Was sind die Gründe?
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Nach den Erfolgen der Freien Wähler bei den Landtagswahlen
in Bayern kam von dort der Vorschlag, auch bei den Europawahlen
zu kandidieren. Am 24.Januar wurde dies in Würzburg gegen
die Delegierten von Sachsen und Baden-Württemberg beschlossen,
wobei vorher noch schnell 7 gerade erst gegründete norddeutsche
und ostdeutsche Landesverbände aufge-nommen wurden. In
einer kurzfristig anberaumten Bundesversammlung wurde der
Beschluss dann am 14. Februar bestätigt. Warum ist die
Kandi-datur für das Europäische Parlament für
uns nun ein Problem?
1. Wir treten auf kommunaler Ebene als freie, unabhängige
und überpartei-liche Gruppe an, die ohne Parteiprogramm
und ohne Fraktionszwang arbei-tet. Würden wir in Wahlen
oberhalb der kommunalen Ebene antreten, wür-den wir faktisch
zur Partei werden. Damit entstünde ein Widerspruch. In
den Kommunen parteilos und unabhängig und oberhalb der
Kommunen Partei zu sein, geht nicht zusammen. Mit einem solchen
Schritt würden wir unsere Glaubwürdigkeit und damit
unsere Stärke verlieren.
2. Viele unserer Kandidatinnen und Kandidatinnen sind bei
uns, weil wir keine Partei sind. Viele unserer Wählerinnen
und Wähler wählen uns, weil wir keine Partei sind.
3. Viele unserer Wählerinnen und Wähler und unserer
Mandatsträger wäh-len uns, weil wir kein übergeordnetes
Programm haben, dem sie folgen müssen. Für Wahlen
in das Europäische Parlament, in den Bundestag oder in
den Landtag, müssten wir aber ein Programm aufstellen
und auch für unsere Mitglieder verbindlich machen.
4. Wir würden im Falle der Teilnahme an übergeordneten
Wahlen viel unserer Individualität und Unabhängigkeit
aufgeben.
All das wollen wir nicht. Wir stehen zu unserem Wort. Wir
sind keine Partei und wir machen das was wir können,
nämlich Sachpolitik auf kommunaler Ebene. Der Austritt
aus dem Bundesverband ist ein notwendiger Schritt, um diese
Prinzipien zu wahren.
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